Kliniken für Kardiologie und Rhythmologie als Vorhofflimmer-Zentrum zertifiziert

Die Klinik für Kardiologie, unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Nikolaos Pagonas, und die Klinik für Rhythmologie, unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. med. Guram Imnadze, wurden von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Vorhofflimmer-Zentrum (VHF-Zentrum) zertifiziert. Damit gehören sie zu bundesweit 104 Zentren, die die strengen Qualitätskriterien der Fachgesellschaft für die Behandlung von Vorhofflimmern erfüllen.

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Für Betroffene kann sie den Alltag erheblich einschränken: Herzstolpern, Luftnot, Herzrasen und eine spürbar sinkende Leistungsfähigkeit gehören zu den typischen Symptomen. Ab einem bestimmten Punkt reicht eine medikamentöse Behandlung nicht mehr aus, und eine Katheterablation, bei der die Rhythmusstörungen auslösenden Areale im Herzen gezielt verödet werden, rückt in den Fokus.

Was die Zertifizierung bedeutet

Ein VHF-Zentrum zu sein, ist mehr als ein Titel: Die DGK prüft in einem strukturierten Verfahren, ob ein Zentrum durchgehend hohe Behandlungsqualität liefert – von der ersten Diagnose bis zur Nachsorge nach der Ablation. Bewertet werden unter anderem:

  • Erfahrung und Fallzahlen: Zertifizierte Zentren müssen jährlich mindestens 150 Vorhofflimmerablationen durchführen – eine Schwelle, die deutlich über dem liegt, was viele Ablationszentren in Deutschland tatsächlich erreichen. Studien zeigen: Je erfahrener ein Zentrum, desto niedriger die Komplikationsrate.
  • Sorgfältige Indikationsstellung: Patientinnen und Patienten werden rechtzeitig vor dem Eingriff ausführlich mündlich und schriftlich aufgeklärt – inklusive der individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Strukturiertes Komplikationsmanagement: Für seltene, aber ernste Komplikationen wie eine Herzbeuteltamponade oder einen Schlaganfall müssen feste Abläufe hinterlegt sein – von Notfallnummern über die Bereitstellung von Blutprodukten bis zur Anbindung an Neurologie und Herzchirurgie.
  • Qualifiziertes Personal: Ärztliches und pflegerisches Personal wird speziell für die Analgosedierung während der Prozedur geschult.
  • Standardisierte Nachsorge: Die Betreuung nach der Ablation erfolgt strukturiert, bei Bedarf in Kooperation mit niedergelassenen Kardiologinnen und Kardiologen.
  • Regelmäßige Überprüfung: Die Zertifizierung ist kein einmaliger Nachweis. Zentren müssen sich erstmals nach drei, danach alle fünf Jahre rezertifizieren lassen, um zu belegen, dass die hohe Behandlungsqualität dauerhaft gehalten wird.

Warum das für Patientinnen und Patienten wichtig ist

Die Zahl der Katheterablationen bei Vorhofflimmern steigt bundesweit deutlich: 2024 wurden in Deutschland über 138.000 Katheterablationen durchgeführt. Die Zertifizierung gibt Patientinnen und Patienten eine verlässliche Orientierung: Sie zeigt, dass Diagnostik, Aufklärung, Durchführung der Ablation und Nachsorge einem bundesweit einheitlichen, regelmäßig überprüften Qualitätsstandard folgen.

Kontakt und Terminvereinbarung

Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern finden hier Informationen über Sprechstunden und Kontakt..

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