Neuer Chefarzt, neues Haus
Seit Kurzem leitet PD Dr. Thomas Schmitz unsere Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Schmitz, Jahrgang 1970, ist Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde mit dem Schwerpunkt Neonatologie – jenem Fachgebiet, das sich um Neugeborene kümmert, die einen schwierigen Start ins Leben haben: Frühgeborene, kranke oder unreif geborene Kinder. Was diese Patienten brauchen, lässt sich oft nicht erfragen – man muss es messen, beobachten, früh erkennen. Genau das ist der Kern seiner Forschung: Zwei Jahre arbeitete er am Children's National Medical Center in Washington D.C., einem der weltweit führenden Zentren für Neurowissenschaften und pädiatrische Medizin, an der Frage, wie sich das unreife Gehirn schädigt – und schützen lässt.
An der Charité habilitierte er über die Folgen von zu viel Sauerstoff für das unreife Gehirn. Heute forscht er daran, wie sich die Hirnreifung mithilfe von Ultraschall frühzeitig beurteilen lässt – ein Verfahren, das Hirnblutungen oder Sauerstoffschäden früh erkennt, ohne das Kind einer Strahlenbelastung auszusetzen.
Thomas Schmitz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Klinik neu aufgestellt wird. Eine neue Übergangsstation ist bereits in Betrieb – ein erster sichtbarer Schritt auf dem Weg zu einem neuen Haus und einem neuen Konzept. Der eigentliche Sprung kommt mit dem Aus- und Neubau der Kinderklinik, in die das Universitätsklinikum über 17 Millionen Euro investiert. Was dann entsteht, ist mehr als ein neues Gebäude: Erstmals werden Kinderklinik, Sozialpädiatrisches Zentrum und die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie unter einem Dach vereint. Wer ein Kind mit komplexen oder mehrfachen Diagnosen hat, muss künftig nicht mehr zwischen verschiedenen Standorten pendeln. Alles unter einem Dach – in Neuruppin.