Brustkrebszentrum Neuruppin Nordbrandenburg

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Im Überblick

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkrankt jede 10. Frau an einem so genannten Mammakarzinom (bösartiger Tumor in der Brust). Jede 40. bis 50. Frau in Deutschland stirbt an Brustkrebs. Aufgrund der immer feiner werdenden Diagnostik bzw. Früherkennung und der verbesserten therapeutischen Möglichkeiten ist Brustkrebs jedoch auf dem Weg von einer tödlichen zu einer chronischen Erkrankung.

Das Brustkrebszentrum Neuruppin ist eine interdisziplinäre Struktur zur optimalen Diagnostik und Behandlung von Brustkrebserkrankungen. Diese umfasst im Rahmen der Abklärung, ob eine Tumorerkrankung vorliegt. Neben den typischen Untersuchungsmethoden Mammografie und Brustultraschalluntersuchung kommt auch die Kernspintomografie der Brustdrüse zum Einsatz.

Präoperative Markierungen von nicht tastbaren Tumoren können sowohl bei der Mammografie als auch bei MRT-Befunden durchgeführt werden. Eine feingewebliche Klärung unklarer Brusttumore ist oft auch ohne Operation entweder durch Stanzbiopsie oder durch computergesteuerte Vakuumbiopsie möglich und ein typischer Schritt der präoperativen Abklärung.

Die Behandlung des Brustkrebses beruht auf den 3 Säulen:

  • operative Therapie
  • medikamentöse Therapie
  • Strahlentherapie
Prävention +

Was ursächlich für eine Brustkrebserkrankung ist, konnte die Forschung noch nicht abschließend klären. Es gibt jedoch bestimmte Risikofaktoren, die das Entstehen eines Mammakarzinoms begünstigen.

  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • häufiger Alkoholgenuss
  • erbliche Veranlagung
  • Kinderlosigkeit
  • frühe erste Menstruation und späte Wechseljahre
  • Alter über 50 Jahre

Einige der Risikofaktoren können Sie aktiv minimieren.

Ernährung
Verschiedene Institutionen (z. B. der World Cancer Research Fund) kommen zu der Einschätzung, dass eine gesunde Ernährung, verbunden mit regelmäßiger körperlicher Bewegung und der Vermeidung von Übergewicht, die Zahl der Krebsfälle vermindern kann. Gemüse und Obst spielen als schützende Faktoren in der Ernährung eine wichtige Rolle. Als krebsfördernd gilt hingegen ein hoher Verzehr von verarbeitetem Fleisch. Es gibt natürlich keine Ernährungsform, mit der Krebs mit Sicherheit verhindert werden kann. Die positiven gesundheitlichen Aspekte einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind jedoch unbestritten.

Ansprechpartnerin:
Meike Herkner
Telefon: (03391) 39-3214

Bewegung
Seien Sie mindestens 30 Minuten pro Tag moderat körperlich aktiv (z. B. schnelles Gehen). Für eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit werden 60 Minuten moderate Bewegung und 30 Minuten intensivere Bewegung (z. B. Radfahren, Tanzen) empfohlen. Ein aktiver Lebensstil mit entsprechendem Energieverbrauch beugt Übergewicht vor und senkt das Risiko der Krebsentstehung. Wenn Sie Motivation brauchen oder gern in der Gruppe aktiv sind, besuchen Sie unser Rehazentrum „Alte Schwimmhalle“. Hier werden sowohl Ausdauersportarten als auch verschiedene Kurse angeboten.

Ansprechpartner:
Rehazentrum „Alte Schwimmhalle“
Telefon: (03391) 39-2614

Selbstuntersuchung
Die meisten Mammakarzinome (80 Prozent) werden von den betroffenen Frauen bei der Selbstuntersuchung entdeckt. Das regelmäßige Abtasten der Brust – ein Mal im Monat – sollte daher für jede Frau selbstverständlich sein. Der beste Zeitpunkt für Frauen, die noch nicht die Wechseljahre durchlaufen haben, ist eine Woche nach Beginn der Monatsblutung. In dieser Zeit ist das Brustgewebe weich. Eventuelle Veränderungen lassen sich leichter ertasten. Nach den Wechseljahren empfiehlt es sich, einen festen monatlichen Termin festzulegen und diesen gegebenfalls in einem Kalender einzutragen. Wie genau Sie Ihre Brust untersuchen müssen, erfahren Sie bei Ihrem Gynäkologen.

Früherkennung
Die Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Gynäkologen schließt ab einem gewissen Lebensalter die Untersuchung der Brust mit ein. Bei Frauen ab dem 31. Lebensjahr ist eine jährliche Untersuchung der Brust durch den Frauenarzt vorgesehen. Dabei tastet der behandelnde Art die Brust und die Lymphknoten der Achselhöhle ab, kontrolliert, ob Hautveränderungen vorliegen und vergleicht Größe und Form der Brüste.
Bei Frau ab 50 sollte die jährliche Untersuchung durch eine alle zwei Jahre erfolgende Mammographie, Röntgenuntersuchung der Brust, ergänzt werden. Bei der Mammographie können auch kleine Tumore und Frühformen von Krebs entdeckt werden.
Wenn eine Veränderung des Brustgewebes erkannt wird, geraten Sie nicht in Panik. In über 60 Prozent der Fälle erweist sie sich als gutartige Veränderung.

Partner +

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Chefarzt: Dr. Bernd Christensen
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-47210
E-Mail: gyn@ukrb.de

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Chefarzt: Dr. André Buchali
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-4310
E-Mail: strahlentherapie@ukrb.de

Onkologische Schwerpunktpraxis
Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH
Dr. Christoph Löschner
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-3230
E-Mail: c.loeschner@ogd-neuruppin.de

Zentrum für bildgebende Diagnostik
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Chefarzt: Dr. Reimund Parsche
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-4010
E-Mail: radiologie@ukrb.de

Psychoonkologie
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Katrin Segeletz
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: 03391 39-3955
E-Mail: i.zitelmann@ukrb.de

Institut für Pathologie
Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH
Leiter: Dr. Frank Lippek
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: 03391 39-1985

Palliativpflege
Palliativstützpunkt Neuruppin
Telefon: (03391) 39-4963 ooder (03391) 39-4964
www.hospa-neuruppin.de

AESTHETICUM
Centrum für Plastische Chirurgie Berlin
Dr. med. Simon Ahrens
Tauentzienstrasse 5
10789 Berlin
Telefon: (030) 797 89 177
E-Mail: info@aestheticum-berlin.de
www.aestheticum-berlin.de

Genetik
Praxis für Medizinische Genetik
Dr. Lutz Pfeiffer, FA für Humangenetik
Dr. Britta Belitz, Fachhumangenetikerin
Frankfurter Allee 231A
10365 Berlin
Telefon: (030) 577987-0
E-Mail: info@pdmg.de

Ernährung
Meike Herkner
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-3214

Bewegung
Rehazentrum „Alte Schwimmhalle“
Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-2614

Sozialdienst
Susanne Wuttke
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-2039

Leitung

Bernd Christensen

Dr. Bernd Christensen
Leitung

  • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Schwerpunktbezeichnung Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin, gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Gynäkologische Onkologie
  • Zusatzbezeichnung Gynäkologische Exfoliativzytologie

Kurzkontakt

Telefon

(03391) 39-47210

E-Mail

info@brustkrebszentrum-neuruppin.de

Adresse

Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin

Leistungsangebot

Diagnostik

Wenn sie eine Veränderung des Brustgewebes bemerkt haben, vereinbaren Sie schnellstmöglich einen Termin mit Ihrem behandelnden Frauenarzt. Ihr Gynäkologe spricht mit Ihnen die weiteren Schritte ab und untersucht Sie in Ruhe. In den meisten Fällen kann Ihr Gynäkologe nach einer ersten Untersuchung eine relativ sichere Einschätzung vornehmen und die weiteren Schritte zur Diagnostik/Abklärung einleiten.

Mammographie +

Wurde bei Ihnen eine Veränderung des Brustgewebes festgestellt, ist der erste Schritt zur Abklärung der Art der Veränderung eine Mammographie. Bei dieser Röntgenuntersuchung der Brust können auch kleinste Veränderungen im Gewebe erkannt werden.

Bei uns im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg erhalten Sie innerhalb einer Woche einen Termin für alle diagnotischen Maßnahmen, die zur Abklärung Ihres Befundes notwendig sind. Die Erstuntersuchung erfolgt in der Brustsprechstunde. Bitte bringen Sie zu diesem Termin Ihre Mammographie-Bilder mit.

Vakuumbiopsie +

Um die Art der Veränderung präzise beurteilen zu können, muss in der Regel eine Gewebeprobe der betroffenen Stelle entnommen und untersucht werden. Während dazu in der Vergangenheit ein offen chirurgischer Eingriff notwendig war, kann eine Biopsie heute mit wenig Aufwand erfolgen.

Bei der so genannten Stanz- oder Feinnadelbiopsie werden mithilfe einer Hohlnadel geringe Mengen des veränderten Gewebes aus der Brust entnommen. Die Position der Nadel wird dabei entweder mithilfe von Ultraschall oder Röntgen kontrolliert.

Mamma-MRT +

Im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg besteht außerdem die Möglichkeit einer Magnetresonaztomographischen Untersuchung (MRT) der Brust zur weiteren Abklärung.

Kontakt:
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Zentrum für bildgebende Diagnostik
Dr. Reimund Parsche
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-4010

Bei unklaren Befunden entscheidet ein multiprofessionelles Team über die weiteren Schritte.

Institut für Pathologie +

Den Pathologen kommt bei der Diagnostik von Brustkrebs eine wesentliche Rolle zu. Sie untersuchen das Gewebe, das bei einer Biopsie entnommen worden ist. Sie erkennen, ob es sich um eine harmlose Vorstufe oder einen Krebsherd handelt.

Kontakt:
Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH
Institut für Pathologie
Dr. Frank Lippek
Fehrbelliner Str. 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-1985

Gutartiger Befund +

Gutartige Veränderungen
Ein wesentlicher Teil aller Brustveränderungen stellt sich in der Regel als gutartig heraus. In diesen Fällen wird das veränderte Gewebe operativ entfernt. Zu den gutartigen Brustveränderungen gehören die atypisch duktale Hypopladie (ADH), Radiäre Narbe oder ein Papillom.

Krebsvorstufen +

Zumeist im Rahmen der Mammographie werden Frühformen von Mammakarzinomen entdeckt. Werden diese nicht behandelt, können sie sich in nicht absehbarer Zeit zu einem Karzinom entwickeln. Das so genannte ductale in situ Karzinom der Brust (DCIS) wird im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg operativ entfernt. Dafür ist nur ein kleiner Hautschnitt notwendig.

Krebserkrankung +

Erhalten Sie die Diagnose „Brustkrebs“ können Sie sicher sein, im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg in den besten Händen zu sein. Ein hochspezialisiertes, multiprofessionelles Team trägt dafür Sorge, dass Sie die bestmögliche Behandlung und Betreuung erhalten.

Zweitmeinung +

Unter der Telefonnummer (03391) 39-47210 können Sie werktags zwischen 07.30 und 14.30 Uhr einen Beratungstermin in unserer Zweitmeinungssprechstunde vereinbaren. Zum Beratungsgespräch mit dem Chefarzt des Zentrums, Dr. Bernd Christensen, bringen Sie bitte die Ihnen zur Verfügung stehenden Befunde mit.

Nachsorge

Nach Abschluss der Therapie sollten Brustkrebs-Patientinnen regelmäßig zur Nachsorgeuntersuchung bei ihrem behandelnden Gynäkologen gehen. Die Nachsorgezeit dauert in der Regel fünf Jahre und richtet sich nach den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft.

Folgender Rahmen ist vorgegeben:

  • In den ersten drei Jahren erfolgen Kontrolluntersuchungen alle drei Monate.
  • Im vierten und fünften Jahr nach Abschluss der Therapie sollten Patientinnen alle sechs Monate eine Kontrolluntersuchung durchführen lassen.
  • Nach fünf Jahren ohne Rückfall sind Untersuchungen in jährlichen Abständen ausreichend.
Untersuchungen +

Die Kontrolluntersuchungen führt ein Facharzt für Gynäkologie durch. Nach einer gründlichen Anamnese folgt eine körperliche Untersuchung:

  • Abtasten der Brustwand, des Brustbereiches sowie der Lymphabflusswege der Brust
  • Überprüfung des Zustands der Leber (Vergrößerung) und des Skeletts
  • Überprüfung, ob Lymphstauung um Arm vorliegt (auf Seite der operierten Brust)
  • ammographie der Brust (bei brusterhaltender OP) alle sechs Monate
  • jährliche Mammographie der nicht betroffenen Brust
  • weitergehende labormedizinische und apparative Untersuchungen bei Verdacht auf Metastasen
Brustrekonstruktion +

In Abhängigkeit der Erkrankung und der durchgeführten Therapie besteht im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg die Möglichkeit einer plastischen Brustrekonstruktion.

Sozialdienst +

Krankheit bedeutet für den Patienten und seine Angehörigen oft auch eine gravierende Veränderung der Lebenssituation in sozialer, psychischer, wirtschaftlicher und praktischer Hinsicht. So ergibt sich häufig ein großer individueller Beratungs- und Unterstützungsbedarf. Hier und in allen Fragen zur Nachsorge nach einem Krankenhausaufenthalt ist der Sozialdienst Ansprechpartner. Jeder Patient mit Beratungswunsch oder einem Hilfebedarf wird individuell unterstützt. In engem Kontakt auch mit Angehörigen und Bezugspersonen wird die jeweils geeignete nachstationäre Hilfe organisiert.

Unser Beratungsspektrum umfasst u. a.:

  • Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Hilfe bei der Suche nach individuellen Lösungsmöglichkeiten für die Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt, gegebenenfalls Vermittlung von Pflegediensten, Hilfsmitteln o. ä.
  • Beratung und Unterstützung bei der Beantragung von Sozialleistungen, wie z. B. Pflegegeld
  • Beratung zum Schwerbehindertenrecht und Hilfestellung bei der Antragstellung
  • Beratung zum Pflegeversicherungsgesetz und Hilfestellung bei der Antragstellung
  • Anregung von gesetzlichen Betreuungen gemäß dem Betreuungsgesetz
  • Vermittlung von Pflegeheim-, Kurzzeitpflege- und Hospizplätzen
  • Psychosoziale Begleitung und Beratung für Patienten und deren Angehörige oder Bezugspersonen
  • Vermittlung von Kontaktadressen, z. B. von Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen

Kontakt:
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Susanne Wuttke
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-2039

Therapie

Die Brustkrebstherapie fußt auf fünf Säulen:

  • Operation
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Hormontherapie
  • Immuntherapie

Im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg finden Sie Spezialisten für alle Fachdisziplinen. Der Verlauf der Therapie, also welche Maßnahmen wann zum Einsatz kommen, wird für jede Patientin individuell geplant und im Behandlungsteam besprochen.

Operation +

Mit dem operativen Eingriff soll durch vollständige Enfernung der Tumorzellen eine Ausbreitung in andere Körperregionen (Metastasen) verhindert werden. Zudem wird dem erneuten Auftreten der Krankheit in der Brust vorgebeugt. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer brusterhaltenden Therapie oder einer Entfernung des gesamten Brustdrüsenkörpers. Welche Therapie Anwendung findet, ist abhängig von Art und Größe des Tumors, der Größe der Brust und dem Patientinnenwunsch. Im Brustkrebszentrum Neuruppin | Nordbrandenburg werden 80 Prozent aller Patientinnen brusterhaltend operiert.

Chemotherapie +

Welche Form der Chemotherapie Ihnen empfohlen wird, bestimmen Stadium und biologische Eigenschaften des Tumors.

Neoadjuvante Therapie
Unter einer neoadjuvanten Therapie versteht man die Verabreichung von Chemo- oder Hormontherapie vor einem operativen Eingriff. Mithilfe dieser Behandlung wird das Tumorgewebe geschädigt bzw. der Tumor für die spätere Operation verkleinert. Auch bietet diese Behandlungsstrategie die Möglichkeit, Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Tumors zu ziehen.

Adjuvante Therapie
Die adjuvante Chemotherapie setzt nach einer Operation ein, um das Rückfallrisiko zu senken.

Patienten des Brustkrebszentrums Neuruppin | Nordbrandenburg profitieren vom medizinischen Know-How und der modernen apparativen Ausstattung der Onkologischen Schwerpunktpraxis.

Kontakt:
Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH
Onkologische Schwerpunktpraxis
Dr. Christoph Löschner
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-3230
E-Mail: c.loeschner@ogd-neuruppin.de

Strahlentherapie +

Strahlentherapie ist die Behandlung mit ionisierenden Strahlen. In unserer Klinik für Strahlentherapie werden vornehmlich hochenergetische Röntgenstrahlen verwendet, die das Gewebe gut durchdringen können, und somit ihre Hauptwirkung in der gewünschten Region des Körpers entfalten können. Die Energie der im Gewebe auftreffenden Strahlen wird unmittelbar in chemische Substanzen umgewandelt (Radikale). Diese wiederum führen zu Schäden an der Erbinformation in den Zellen. Dabei treten die entsprechenden Schäden zunächst gleich in den gesunden Zellen und in den Krebszellen auf, die gesunden Zellen besitzen jedoch eine Möglichkeit der Reparatur dieser Schäden. Die Krebszellen sterben durch die Strahlentherapie nicht unmittelbar ab, sondern erst, wenn sie den Versuch der Vermehrung (Zellteilung) unternehmen.

Daraus folgt, dass Tumoren, bei denen sich Tumorzellen schnell teilen, auch sehr schnell kleiner werden, wohingegen andere Tumoren sich nur langsam verkleinern und dieser Prozess nach der Strahlentherapie weiterhin anhält. Es gibt auch für Strahlentherapie besonders empfindliche Zellentwicklungsphasen. Da sich nicht alle Krebszellen gleichzeitig in strahlenempfindlichen Zellzyklusphasen befinden, erfolgt die Strahlentherapie in vielen Sitzungen (Fraktionen).
Je nach Erkrankung kann Strahlentherapie mittels spezieller Applikationstechniken direkt an die Tumorregion (Afterloading) geführt werden.

Die Entscheidung über Therapietechniken wird auf der Basis wissenschaftlicher Studien und der Empfehlung von Fachgesellschaften getroffen.

Patienten des Brustkrebszentrums Neuruppin | Nordbrandenburg profitieren vom medizinischen Know-How und der modernen apparativen Ausstattung der Klinik für Strahlentherapie der Ruppiner Kliniken.

Kontakt:
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg
Chefarzt: Dr. André Buchali
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-4310
E-Mail: strahlentherapie@ukrb.de

Hormontherapie +

Das Wachstum von 60 Prozent aller Brustkarzinome wird durch Geschlechtshormone beeinflusst. Im Rahmen der Hormontherapie erhält die Patientin Medikamente, die die Hormonwirkung blockieren und damit verhindern, dass ein Mammakarzinom weiter wächst.
In der Regel folgt die Hormontherapie der Chemotherapie und dauert in der Regel fünf Jahre. Sie findet jedoch nur bei den Patientinnen Anwendung, bei denen ein Zusammenhang zwischen Tumorwachstum und Hormonen festgestellt wurde.

Immuntherapie +

Die Immuntherapie oder Antikörpertherapie ist eine relativ neue Methode zur Bekämpfung von Brustkrebs. Dabei werden Antikörper, die auch Bestandteil der natürlichen Immunabwehr des Körpers sind, künstlich hergestellt und als Medikament verabreicht. Die Wirkung der Medikamente ist unterschiedlich. So gibt es Präparate, die Wachstumssignale an Krebszellen blockieren oder das Wachstum des Tumors hemmen. Andere schneiden die Blutzufuhr – und damit die Versorgung mit Nährstoffen – des Tumors ab.

Palliative Therapie +

Ist eine Heilung der Brustkrebserkrankung nicht möglich, wird eine palliative Therapie durchgeführt. Deren Ziel ist es, Beschwerdefreiheit und eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen, indem krankheitsbedingte Beschwerden gelindert und das Fortschreiten der Erkranung gehemmt wird.

Der Palliativstützpunkt Neuruppin hilft Menschen mit fortschreitenden, unheilbaren Krankheiten die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern durch:

  • frühzeitiges Erkennen Lindern von Beschwerden durch medikamentöse und pflegerische Maßnahmen (z. B. Schmerzen, Ängste, Übelkeit, Luftnot, Wundversorgung)
  • Hilfe bei der Bewältigung des Krankheits- und Sterbeprozesses (z. B. Fragen zur Kommunikation mit den Kranken und ihren Angehörigen)
  • nachgehende Trauerbegleitung
  • Beratung zu ethischen und spirituellen Fragen
  • wöchentliche praxisbezogene Fallbesprechung des Palliative-Care-Teams bezüglich der eingeschriebenen Patienten und Patientinnen

Kontakt:
Palliativstützpunkt Neuruppin
Telefon: (03391) 39-17300
Zur Website

Mamma-Plus-Vertrag

Über 1.600 Patientinnen profitierten bislang von unserem Versorgungsvertrag. Seit 2006 kooperieren wir mit zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen und niedergelassenen Frauenärzten für eine möglichst optimale ambulante Abklärung unklarer Brustbefunde.

Im Rahmen dieses Vertrages stehen den Patientinnen ohne weitere Überweisungen alle erforderlichen diagnostischen Möglichkeiten des Brustkrebszentrums an den Ruppiner Kliniken zur Verfügung.

Unsere Ziele sind die Vermeidung operativer diagnostischer Eingriffe und die bestmögliche Diagnostik von Krebserkrankungen. Alle Befunde werden interdisziplinär besprochen. Das Programm ist qualitätsgestützt.

Patientinnen mit Tumorerkrankungen werden in die Versorgungsprogramme ihrer Krankenkassen eingebunden (DMP-Programm).

Sprechstunden

Montag - Freitag
8.00 - 16.00 Uhr

Kontakt

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Weitere Zentren

Ambulantes Operationszentrum

In unserem Ambulanten Operationszentrum (AOZ) werden durch Ärzte des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg und niedergelassene Ärzte der Region ambulant und teilstationär operative Eingriffe durchgeführt.

Brustkrebszentrum Neuruppin Nordbrandenburg

Das Brustkrebszentrum Neuruppin ist eine interdisziplinäre Struktur zur optimalen Diagnostik und Behandlung von Brustkrebserkrankungen.

Darmkrebszentrum Brandenburg-Nordwest

Im Darmkrebszentrum Brandenburg-Nordwest bündeln die Experten der verschiedenen Fachrichtungen ihre Kompetenzen, um jeden Patienten individuell, optimal zu behandeln.

Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche

Das Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche ist ein fachlich eigenständiger Bereich der Klinik für Kinder- und Jugendliche am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg.

Gefäßzentrum Brandenburg-Nordwest

In unserem Gefäßzentrum Brandenburg-Nordwest werden Patienten mit Erkrankungen der Blutgefäße (Arterien, Venen), aber auch der Lymphgefäße behandelt.

Kontakt

Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum

Im Beckenbodenzentrum sorgt die fachbezogene Bündelung von Forschung, Lehre und medizinischer Expertise für höchste Qualität in der Patientenversorgung.

Kompetenzzentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Im Kompetenzzentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sorgt die fachbezogene Bündelung von Forschung, Lehre und medizinischer Expertise für höchste Qualität in der Patientenversorgung.

Traumazentrum Brandenburg-Nordwest

Das Krankenhaus der Schwerpunktversorgung vereint alle Fachdisziplinen, die eine optimale, umfassende Behandlung von schwerverletzten Patienten garantieren.

Wirbelsäulenzentrum Nordbrandenburg

Unser Wirbelsäulenzentrum ist Ihre zentrale Anlaufstelle bei Rückenschmerzen und Wirbelsäulenerkrankungen.

Zentrum für Neuropädiatrie

Unser Zentrum für Neuropädiatrie ist ein fachlich eigenständiger Bereich der Klinik für Kinder- und Jugendliche am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg.