- Fachärztin für Innere Medizin
- Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
- Oberärztin Ultraschallabteilung
Im Überblick
In der Medizinischen Klinik B werden Patienten mit einer Vielzahl von allgemeinen internistischen Krankheitsbildern behandelt. Die besonderen Schwerpunkte der Klinik sind die Gastroenterologie und Hepatologie sowie die Hämatologie und Onkologie – zudem spezialisieren wir uns auf Diagnostik und Therapie von Stoffwechselerkrankungen (insbesondere Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus) sowie von chronischen Entzündungskrankheiten. Die folgenden Seiten sollen Ihnen dabei helfen, in unserer Klinik den für Sie richtigen Ansprechpartnern zu finden. Zudem möchten wir Ihnen einen Überblick über die Schwerpunkte und Behandlungsmöglichkeiten in unseren Sprechstunden und auf unseren Stationen geben.
Auf der Station L1 werden Patientinnen und Patienten mit internistischen, insbesondere gastroenterologischen und endokrinologischen Erkrankungen sowie mit Diabetes mellitus behandelt. Indikationen für die stationäre Behandlung: akute, vital gefährdete PatientInnen (Blutung, Kreislaufinstabilität, Leberversagen, Pankreatitis); zwingend stationäre Diagnostikverfahren; schwer kranke PatientInnen mit ASA ≥ 3 (unzureichend kontrollierte(r) Diabetes mellitus, BMI > 40, Hepatitis, etc.) sowie bei Immobilität, Sturzneigung, Demenz; Komplikationen aus Voruntersuchungen.
Das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (ukrb) in Neuruppin ist seit 2025 offiziell als „Klinik mit Diabetes im Blick“ von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zertifiziert. Damit ist klinikweit eine gute Versorgung von PatientInnen mit Diabetes mellitus etabliert.
Was wir für die Anmeldung benötigen
- Indikationsbegründung (Befund, Anamnese, Empfehlung aus Arztbrief)
- Aktueller Medikationsplan (Blutverdünner mit Indikation; Eisenpräparate)
- Relevante Vorbefunde
- Sonstige Diagnosen / externe Arztbriefe
- Rückrufnummer und Zeitvorstellung
Zentrales Patientenmanagement (stationäre Planung): Tel. 03391 39-3000, Fax 03391 39-3089, planungszentrum@ukrb.de
Als Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) ist uns zudem sehr wichtig, moderne wissenschaftliche Erkenntnisse der Universitätsmedizin in die tägliche Diagnostik und Therapie unserer Patienten aufzunehmen. Gerade damit verbunden möchten wir jede Patientin und jeden Patienten in ihrer bzw. seiner besonderen individuellen Situation verstehen und entsprechend persönlich behandeln – aber auch durch Studien systematisch unser Wissen über Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten vermehren und verbessern und Ihnen die bestmöglichen Informations-, Diagnostik- und Therapieoptionen anbieten.
Bei einem geplanten Aufenthalt bitten wir Sie, folgende Dokumente zur stationären Aufnahme mitzubrigen:
- Einweisung Ihres Hausarztes
- Kostenübernahmeerklärung Ihrer Krankenkasse
- aktuelle Medikamente/Medikamentenliste bzw. -plan
- Arztbriefe
- Vorbefunde und CDs mit Röntgen-/CT-/MRT-Bilde
Für eine stationäre Einweisung geben Sie Ihren Patienten bitte eine Einweisung sowie, falls vorhanden, Vorbefunde (externe Bildbefunde auf CD) mit.
Haben Sie Fragen? Sie erreichen unsere Fachärzte unter den folgenden Hotlines:
- Facharzthotline Gastroenterologie und Diabetologie:
(03391) 39-33298 - Facharzthotline Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin:
(03391) 39-33299
In unserer Klinik gibt es vielseitige Möglichkeiten zur Mitarbeit in der stationären und ambulanten Krankenversorgung als Ärztin/Arzt, bereits vor der Approbation oder als Naturwissenschaftlerin/Naturwissenschaftler bei wissenschaftlichen Projekten (z. B. auf dem Weg zur Promotion) im Rahmen von grundlagenwissenschaftlichen ebenso wie patientenorientierten klinischen Studien und Fragestellungen.
Ärztinnen/Ärzte
Die Medizinische Klinik B ist für die internistische Weiterbildung eng verbunden mit den anderen internistischen Kliniken am Campus Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg der MHB. Durch die enge Verzahnung der Patientenversorgung zwischen den Abteilungen, durch die gemeinsam betriebene ambulante Versorgung in den angegliederten medizinischen Versorgungszentren, Notaufnahme und Intensivstationen wird eine breite allgemein-internistische und gleichzeitig eine hochspezialisierte interdisziplinäre diagnostische und therapeutische Ausbildung gewährleistet. Abteilungsübergreifende Fachweiterbildungen der ärztlichen Mitarbeiter wie auch die Abhaltung des Hochschulunterrichts unter abgestimmter Beteiligung aller Abteilungen heben diesen Gesichtspunkt weiter hervor. Über die Innere Medizin hinaus bestehen zudem enge Kontakte insbesondere zur Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Durch die Ärzte in der Medizinischen Klinik B bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten in der Inneren Medizin (Weiterbildungsermächtigung Innere Medizin 3 Jahre Prof. Dr. Dr. K.-H. Weylandt), in der Gastroenterologie (2 Jahre, Dr. A. Jung), in der Onkologie (2 Jahre, Dr. C. Löschner). Zudem verfügen wir über eine breite DEGUM-bestätigte Expertise in der Ausbildung im Ultraschall (Dr. A. Jung, Dr. M. Nürnberg, Prof. Dr. D. Nürnberg). Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen internistischen Kliniken am Campus Ruppiner Kliniken besteht die volle Weiterbildungskompetenz für das Fach Innere Medizin. Neben der Gastroenterologie und Onkologie sind Subspezialisierungen in die Kardiologie, Pneumologie und Geriatrie, ebenso wie die Psychosomatik, in Kooperation mit den jeweiligen Kliniken möglich.
Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler
In unseren Forschungsprojekten ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Mitarbeit in wissenschaftlichen Projekten. Wir verfügen über eine langjährige experimentelle ernährungswissenschaftliche und analytische Expertise, die Klinik ist Standort der MHB-Core-Facility Gaschromatographie/Lipidomics im Bereich der Experimentellen Lipidologie. Promotionsprojekte werden im Rahmen der bestehenden Kooperationen durch die Fakultät für Gesundheitswissenschaften (FGW) z.B. mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DifE) in Potsdam durchgeführt aber auch mit der Charité Universitätsmedizin in Berlin. Auch Habilitationsprojekte sind demnächst im Rahmen der FGW möglich.
Medizin- und Psychologiestudierende
In unseren wissenschaftlichen Projekten ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für medizinischen Promotionsprojekte sowohl mit klinisch-angewandteren Fragestellungen als auch im Rahmen grundlagenwissenschaftlicher Fragen. Auch im Rahmen von Praxistagen Famulaturen und Praktika und für das Praktischen Jahr bieten sich für Medizinstudierende und Psychologiestudierende bei uns in der Medizinischen Klinik B spannende und herausfordernde Mitarbeitsmöglichkeiten.
Absolventinnen und Absolventen ausländischer Medizinstudiengänge
Durch unser Postgraduierten-Programm bieten wir Absolventen ausländischer Medizinstudiengänge die Möglichkeit zur Arbeit in klinisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekten bereits vor der Erteilung der Berufserlaubnis.
Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
Kurzkontakt
Vivian Mauthe
Telefon Fax(03391) 39-3202
E-Mail AdresseFehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Eigenschaften
Mehrbettzimmer vorhanden
Besuchsmöglichkeit
TV verfügbar
Rauchfreie Umgebung
Internetzugang verfügbar
Behindertengerechter Zugang
2-Bett-Zimmer verfügbar
Alles mit Fahrstuhl erreichbar
Telefon inklusive
Einzelbettzimmer verfügbar
Leistungsangebot
Die interdisziplinäre Endoskopie der Klinik bietet das gesamte Spektrum diagnostischer und interventioneller endoskopischer Verfahren auf hohem universitärem Niveau – einschließlich eines 24h-Notfallendoskopiedienstes.
Leistungsspektrum
- Gastroskopie und Koloskopie in HD-Technik mit schonender CO₂-Insufflation
- 24h-Notfallendoskopie für Blutungstherapie (Clip, Ligatur, OTSC, Hämospray) und Notfall-ERC
- Endoskopische Resektion: EMR, endoskopische Vollwandresektion (FTRD)
- Ballondilatation, Bougierung, Argon-Plasma-Koagulation (APC), Radiofrequenzablation
- ERCP und PTCD inkl. modularer Cholangioskopie, elektrohydraulischer/mechanischer Lithotrypsie, ESWL
- Metallstent-Implantation, perkutane und endoskopische (Abszess-) Drainagen, Endovac
- Kapselendoskopie des Dünndarms, ggf. intraoperative Intestinoskopie
- Anlage von Ernährungssonden (PEG, PEJ, Gastropexie), Port-/Broviac-Katheter, Ablauf-PEG
- Proktologische Diagnostik und Therapie (Dr. Uebach – Zusatzbezeichnung Proktologie)
Termine & Anmeldung
Zentrale Endoskopie-Anmeldung (ambulante Untersuchungen im L-Haus): Tel. 03391 39-3000, Fax 03391 39-3089, E-Mail: planungszentrum@ukrb.de
Gastroenterologisches MVZ (ambulante Untersuchungen im G-Haus): Tel. 03391 39-3000, Fax 03391 39-18409, praxis-gastro@ogd-neuruppin.de
Wartezeit für reine Vorsorge-Darmspiegelungen ca. 8 bis 12 Wochen; bei Symptomen (Diarrhoe, Blut im Stuhl, neue Schluckstörungen) je nach Schwere maximal vier Wochen.
Die gastroenterologische Funktionsdiagnostik der Klinik umfasst H₂- und ¹³C-Atemteste, Manometrie und pH-Metrie. Sie ist hilfreich und wird - wie unsere Erfahrung zeigt - noch zu selten genutzt. Alle Untersuchungen sind ambulant über die Hochschulambulanz möglich.
H₂-Atemteste
Prinzip: Im Dünndarm nicht resorbierte Kohlenhydrate werden bakteriell zu Wasserstoff verstoffwechselt; ein Teil wird über die Lunge abgeatmet. Achtung: 4 Wochen vor Test keine Antibiotikatherapie und keine Darmreinigung.
- Glukose – bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO)
- Fruktose – Fruktoseintoleranz/-malabsorption
- Laktose – Laktoseintoleranz
¹³C-Atemteste
- Helicobacter pylori (¹³C-Harnstoff)
- Magenentleerung / Gastroparese (Oktansäure)
- Pankreasfunktion (¹³C-Triglyceride)
Exkurs Gastroparese: Ursachen u. a. diabetische autonome Neuropathie, muskulär (z. B. hypertrophe Pylorusstenose), iatrogen (Vagotomie), idiopathisch. Therapieoptionen: Diabeteseinstellung, Prokinetika, pharmakologische Studien (z. B. Naronaprid), endoskopische Therapien (Botox, G-POEM).
Weitere Funktionsdiagnostik
- pH-Metrie (24h) – bei Reflux, vor Antireflux-OP, bei nicht-kardialem Thoraxschmerz, chronischem Husten
- Hochauflösende Manometrie des Ösophagus - Dysphagie, Achalasie
- Hochauflösende Druckmessung im Analkanal – bei Inkontinenz, vor Darmoperationen
Anmeldung
- Zentrale Anmeldung: Tel. 03391 39-3242, medb@ukrb.de
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Die Klinik verfügt seit Jahrzehnten über eine ausgewiesene Sonographie-Expertise. Die Ultraschalldiagnostik ist als nicht-strahlenbelastendes, allgemein verfügbares Verfahren zentral in Diagnostik, Therapiebegleitung und Nachsorge eingebunden und dient zudem als Bildgebung für interventionelle Eingriffe (POCUS – Point-of-Care-Ultrasound). DEGUM-Ausbildungsstandort.
Leistungsspektrum
- Sonographie des Abdomens und Retroperitoneums einschließlich Urogenitalorgane
- Kontrastmittelsonographie (CEUS)
- Schilddrüsensonographie
- Elastographie (FibroScan) zur Bestimmung der Leberverfettung und Leberfibrose
- Orale und rektale Endosonographie (EUS) – „neuer Goldstandard" für die morphologische Pankreas-Diagnostik
- Diagnostische Punktionen (perkutan oder EUS-gesteuert), sonographisch gestützte Biopsien und Drainagen
- Endoskopische Therapie von Pankreas-Pseudozysten
Diagnostik und Therapie der gesamten Bandbreite hepatologischer Erkrankungen: virale Hepatitis B/C inkl. medikamentöser Therapie, Leberzirrhose und ihre Komplikationen, Leberfibrose-Quantifizierung (FibroScan), Leberraumforderungen, hepatozelluläres Karzinom (HCC).
Fettleber & Metabolisches Syndrom
Die Fettlebererkrankung (heute zunehmend als MASLD – Metabolic Dysfunction-associated Steatotic Liver Disease bezeichnet, bei Entzündung MASH) ist die häufigste chronische Lebererkrankung. Sie betrifft ca. 25–30 % der erwachsenen Bevölkerung und ist in unserer Region eine zunehmend wichtige Ursache von Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom (HCC). Sie ist eng mit dem metabolischen Syndrom (Adipositas, Typ-2-Diabetes, arterielle Hypertonie, atherogene Dyslipidämie) verknüpft und mit einem deutlich erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert.
Diagnostisches Vorgehen:
- Anamnese (Alkohol, Medikamente, Familienanamnese), Klinik (BMI, Bauchumfang, Blutdruck), erweiterte Labordiagnostik (Transaminasen, GGT, AP, Bilirubin, Lipidprofil inkl. Lp(a), HbA1c, Nüchternglukose, Ferritin, ggf. Hepatitis-, Autoimmun- und Stoffwechseldiagnostik zur Differenzialdiagnose).
- Sonographie der Leber (Steatose-Beurteilung, fokale Läsionen) und kontrastmittelverstärkte Sonographie (CEUS) bei unklaren Läsionen – siehe 5.3.
- Scherwellenelastographie (FibroScan) mit CAP (Controlled Attenuation Parameter zur quantitativen Steatose-Messung) und LSM (Liver Stiffness Measurement zur Fibrosegradierung) im Rahmen unseres Fettleber-Screening-Programms.
- Nicht-invasive Fibrose-Scores: FIB-4, NAFLD Fibrosis Score (NFS).
- Ergänzende Bildgebung (MRT, MRT-PDFF) bzw. Leberbiopsie in ausgewählten Fällen.
Therapie und Begleitung
- Lebensstilbasierte Therapie als Grundlage: Gewichtsreduktion (Ziel ≥ 7–10 %), mediterrane Ernährung mit nativem Olivenöl extra, erhöhte Aufnahme von omega-3 Fettsäuren, Reduktion gesättigter Fette und einfacher Zucker, körperliche Aktivität.
- Konsequente Behandlung der metabolischen Komorbiditäten: Lipidsenkung (Statine sicher in MASLD/MASH), antihypertensive Therapie, Optimierung der Diabetes-Therapie – mit besonderem Stellenwert von GLP-1-Rezeptoragonisten (Semaglutid, Liraglutid) und dualen GIP/GLP-1-Agonisten (Tirzepatid).
- Resmetirom (Schilddrüsen-β-Agonist) als erste für MASH zugelassene gezielte Therapie – Evaluation der Einsatzmöglichkeiten.
- Spezifische Beratung in der Lipidsprechstunde und Ernährungsambulanz
Die Lipidsprechstunde der Med B ist eine spezialisierte universitäre Sprechstunde mit ausgewiesenem wissenschaftlichem Schwerpunkt auf Fettstoffwechselstörungen und essenziellen Fettsäuren. Sie ist eingebettet in das Forschungslabor „Experimentelle Lipidologie" der MHB in Neuruppin und arbeitet eng mit der Endokrinologie und der Ernährungsambulanz zusammen.
Indikationen und klinische Einteilung
- Primäre LDL-Hypercholesterinämie (inkl. familiäre Hypercholesterinämie, FH) – DLCN-/Simon-Broome-Kriterien, ggf. genetische Diagnostik
- Hypertriglyzeridämie – inkl. sehr hoher Werte (> 1.000 mg/dl) mit Pankreatitis-Risiko
- Gemischte Hyperlipoproteinämie
- Lipoprotein(a)-Hyperlipoproteinämie
- Hyper-/Hypoalphalipoproteinämie (HDL-Störungen)
- Sekundäre Fettstoffwechselstörungen (Diabetes, Hypothyreose, Niereninsuffizienz, Cholestase, Medikamente)
- Statin-Intoleranz und Indikation für PCSK9-Inhibition oder Inclisiran
- Atherogene Dyslipidämie bei metabolischem Syndrom / MASLD
- Zweitmeinungssprechstunde Fettstoffwechsel
Klinische Hinweise
Achten Sie auf Hautzeichen: Arcus lipoides corneae, Xanthelasma palpebrarum, Sehnenxanthome – diese können auf eine familiäre Hypercholesterinämie hinweisen.
Diagnostik
- Komplettes Lipidprofil: Gesamtcholesterin, LDL-C (gemessen), HDL-C, Non-HDL-C, Triglyzeride, apoB, Lp(a)
- Risikostratifikation (ESC/SCORE2, SCORE2-OP) – Zielwertdefinition LDL-C nach Risikoklasse
- Fettsäureanalytik im MHB-Forschungslabor (Gaschromatographie): EPA, DHA, ALA, Omega-6/Omega-3-Verhältnis, Omega-3-Index nach Harris/von Schacky (Zielbereich 8–11 %) – als Extraleistung im Rahmen unserer Forschungsprojekte für alle HSA-Patient:innen kostenlos.
- Sekundär-Screening: TSH, HbA1c, Kreatinin/eGFR, Urinstatus, Leberwerte, ggf. Hepatitisserologie
- Genetische Diagnostik bei Verdacht auf monogene Dyslipidämien (LDLR, APOB, PCSK9, LPL u. a.)
Therapieoptionen
- LDL-Senkung: Statine (Hochdosis), Ezetimib, Bempedoinsäure, PCSK9-Inhibitoren (Evolocumab, Alirocumab), Inclisiran (siRNA); Evidenzbasis u. a. 4S, IMPROVE-IT, FOURIER.
- Triglyzeridsenkung: Fibrate (Fenofibrat), hochdosierte Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA-Konzentrate), Icosapent-Ethyl (REDUCE-IT-Daten – in DE bisher nicht verfügbar, in CH/AT/IT zugelassen), Lebensstil und Diabetesoptimierung.
- Lp(a)-Senkung: derzeit Lp(a)-Apherese bei sehr hohen Werten und manifester Atherosklerose; neue siRNA-/ASO-Therapien (Olpasiran, Pelacarsen) in klinischer Prüfung, ggf. Vermittlung in Studien.
- Ernährungsmedizinische Therapie: mediterrane Ernährung mit nativem Olivenöl extra (PREDIMED), Anpassung des Omega-6/Omega-3-Gleichgewichts (Fischöl, Leinöl), in ausgewählten Konstellationen ketogene oder MCT-basierte Interventionen.
Vollständiges Diagnostik- und Therapiespektrum chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED). Leitsymptome: rezidivierende Durchfälle > 4 Wochen, breiig-flüssiger Stuhl (> 2/Tag), Bauchschmerzen, Blutbeimengungen; im Verlauf Mangelernährung, Anämie, Gewichtsverlust.
Diagnostik
- Gastroskopie und Koloskopie mit Stufenbiopsien
- MR-Enterographie / CT des Abdomens
- H₂-Atemteste (DD Laktose-/Fruktose-Intoleranz, bakterielle Fehlbesiedlung)
Therapie
Ziel: tiefe (histologische) Remission („Mucosal Healing").
Aminosalizylate (Mesalazin), Budesonid, Prednisolon ± Azathioprin
- Biologika: TNF-α-Blocker (Infliximab, Adalimumab, Golimumab nur CU), Anti-Integrine (Vedolizumab), IL-12/23-Blocker (Ustekinumab), IL-23-Blocker (Guselkumab, Mirikizumab, Risankizumab), JAK-Inhibitoren (Tofacitinib, Filgotinib, Upadacitinib)
- Antikörper-Infusionstherapie ambulant
- Probiotika, Ernährungstherapie, Eisen- und Vitamin-Supplementierung
Forschung: Lipoxine und Resolvine als zukünftige therapeutische Optionen; Untersuchung von essenziellen omega-3 und omega-6 Fettsäuren sowie Lipidmediatoren bei CED.
Integrierte ambulante Diagnostik, Therapie und Nachsorge gastrointestinaler Tumoren in enger Verzahnung mit den interdisziplinären Tumorboards (lokales Tumorboard, standortübergreifendes Lungenboard, Bauchkonsil).
Präventionsmedizin: Tumorvorsorge (insbesondere Beratung zu Darmkrebs, HCC bei Risikopatient:innen), kardiovaskuläre Prävention bei Dyslipidämie/Fettleber, fachgebundene Genetik. Eingebettet in die Forschungsschwerpunkte zu omega-3-Fettsäuren und Aspirin.
Im Bereich Prävention unterstützt die Ernährungsambulanz mit ernährungsmedizinischer Beratung u. a. bei Cholesterin- und Fettstoffwechselstörungen, Fettleber, metabolischem Syndrom, Übergewicht, Gicht, Rheuma und Osteoporose. Angeboten werden Ernährungsanamnese, Leberfettbestimmung, BIA, Handkraftmessung sowie Beratung zu speziellen Ernährungsformen (z. B. Intervallfasten, ketogene Diät).
Schwerpunkte L-Haus
- Neuroendokrine Tumore (NET) – spezialisierte Sprechstunde
- Hepatozelluläres Karzinom (HCC) – Zweitmeinungs- und Studiensprechstunde
- Kolorektales Karzinom – Vorsorge, Therapie und strukturierte Nachsorge
- Koloproktologische Tumornachsorge
- Präventionsmedizin / fachgebundene Genetik
Die Pankreas-Sprechstunde der Klinik betreut PatientInnen mit dem gesamten Spektrum gut- und bösartiger Pankreaserkrankungen. Schwerpunkte sind die akute und chronische Pankreatitis (einschließlich hypertriglyzeridämisch und autoimmun induzierter Formen), zystische Pankreasläsionen (IPMN, MCN, SCN) mit strukturierter Surveillance nach europäischen Leitlinien, die exokrine und endokrine Pankreasinsuffizienz, unklare Pankreasraumforderungen sowie Pankreasgangveränderungen. Die Sprechstunde ist eng eingebunden in die weiteren Diagnostik- und Therapieangebote der Medizinischen Klinik B mit der Endosonographie, der Lipidsprechstunde und der Ernährungsambulanz zusammen.
Diagnostik
- Labordiagnostik
- Funktionstests: Stuhltests (Elastase), ¹³C-Triglyzerid-Atemtest, probatorische Kreon-Gabe
- Sonographie und Kontrastmittelsonographie, ggf. interventionell
- Endosonographie (EUS) – Goldstandard der morphologischen Diagnostik
- ERCP – diagnostisch und interventionell (inkl. endoskopischer Therapie von Pseudozysten)
- Ergänzend CT/MRT (MRCP)
Endosonographische Bauchspeicheldrüsendiagnostik
Die Endosonographie (EUS) ist der morphologische Goldstandard der Pankreasdiagnostik mit höchster Auflösung für kleine solide und zystische Läsionen sowie für die Beurteilung des Pankreasgangs und der peripankreatischen Lymphknoten. In unserer Klinik werden EUS-gesteuerte Feinnadelpunktionen (EUS-FNA/FNB), Kontrastmittel-EUS (CEUS-EUS), EUS-Elastographie sowie EUS-gesteuerte Drainagen von Pankreaspseudozysten und Nekrosen durchgeführt.
Forschung: Omega-3-Fettsäuren bei Pankreatitis
Wir haben einen langjährigen translationalen Forschungsschwerpunkt zur Rolle von Omega-3-Fettsäuren bei akuter und chronischer Pankreatitis. Im Fat-1-Mausmodell konnte gezeigt werden, dass ein endogen erhöhter Omega-3-Status sowohl vor akuter Pankreatitis als auch vor chronischer Pankreasfibrose schützt (Weylandt et al., BBA 2008). Eigene Patientendaten aus Neuruppin zeigen bei unseren Pankreatitis-Patienten einen konsistent niedrigen Omega-3-Index von 4,6–5,2 % – deutlich unter dem validierten Optimalbereich von 8–11 %. Metaanalysen (Lei 2015, Wolbrink 2020) und eine Phase-II-RCT (Al-Leswas 2018) zeigen einen Nutzen von Omega-3-Fettsäuren bei schwerer akuter Pankreatitis; die Ergebnisse einer Phase-III-Studie (PLANCTON, Dutch Pancreatitis Study Group) werden 2027 erwartet. Für die orale Omega-3-Therapie bei chronischer Pankreatitis gibt es bisher keine Studiendaten – hier arbeiten wir daran, klinische Daten zu erheben. Die geplante OmegaPC-Studie zur oralen EPA/DHA-Substitution bei chronischer Pankreatitis ist bereits offen für Interessensbekundungen von Patient:innen. Kontakt: medb@ukrb.de, Tel. 03391 39-3210.
Hypertriglyzeridämische Pankreatitis
Hypertriglyzeridämie ist nach Alkohol und Gallensteinen die dritthäufigste Ursache akuter Pankreatitiden; das Risiko steigt deutlich ab Triglyzeridwerten > 500 mg/dl und ist bei Werten > 1.000 mg/dl ausgeprägt. Die Diagnostik und Therapie erfolgen interdisziplinär mit der Lipidsprechstunde (5.4.3) – inklusive akuter Triglyzeridsenkung (Insulin-/Glukose-Infusion, ggf. Plasmapherese) und langfristiger pharmakologischer und ernährungsmedizinischer Sekundärprävention. Die Rolle von omega-3 Fettsäuren zur Senkung von Triglyzeriden ist wissenschaftlich gut etabliert. Aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit von verschreibungspflichtigen Omega-3 Fettsäuren werden diese in der Routinetherapie jedoch oft nicht ausreichend berücksichtigt: Hier versuchen wir, mit unserer Ernährungssprechstunde und unsen individualisierten Therapieansätzen auf Basis unserer Fettsäuremessungen Abhilfe zu leisten.
Spezialsprechstunde für Erkrankungen der Speiseröhre und Motilitätsstörungen des oberen Gastrointestinaltrakts.
- Gastroskopie zur Differenzialdiagnostik der Dysphagie (mechanisch vs. funktionell)
- Refluxdiagnostik mit 24h-pH-Metrie und Impedanzmessung
- Hochauflösende Manometrie (HRM) des Ösophagus – Achalasie, ineffektive Motilität
- Eosinophile Ösophagitis: endoskopische Diagnostik, Biopsie, Therapieeinstellung (PPI, topische Steroide, Diät)
- Gastroparese: ¹³C-Oktansäure-Atemtest, Pharmakotherapie, endoskopische Optionen (Botox, Evaluation G-POEM)
- Indikationen für Antireflux-Operationen (interdisziplinär mit Viszeralchirurgie)
Ernährungssprechstunde zur Diagnostik und Therapie von Mangelernährung mit besonderer Expertise im Kurzdarmsyndrom und in der heimparenteralen Ernährung. Wissenschaftlicher Fokus auf der leberschützenden Rolle omega-3-reicher parenteraler Ernährungslösungen.
- Strukturiertes Mangelernährungs-Screening (NRS, BIA – bioelektrische Impedanzanalyse)
- Einleitung und Überwachung enteraler Ernährung (PEG, PEJ, Trinknahrung)
- Einleitung und Begleitung heimparenteraler Ernährung (Port, Broviac)
- Spezialisierte Betreuung Kurzdarmsyndrom
- Ernährungsberatung Onkologie, CED, postoperativ
Die Ernährungsambulanz der Klinik (L-Haus, Kellergeschoss) bietet eine strukturierte ernährungsmedizinische Betreuung bei Mangelernährung – einschließlich Bioimpedanzanalyse (BIA), Handkraftmessung, Ernährungsanamnese, individueller Ernährungsempfehlungen sowie ärztlicher Begleitung mit Blut- und Atemtest-Diagnostik.
Differenzierte Abklärung und Therapieplanung bei vermuteter Nahrungsmittelunverträglichkeit.
- H₂-Atemteste (Fruktose, Laktose, Glukose-SIBO) – siehe 5.2
- Zöliakie-Diagnostik (Serologie, Duodenalbiopsie)
- Verdacht auf Histaminintoleranz – Anamnese, Eliminations-/Provokationsdiät
- Reizdarmsyndrom (FODMAP-Konzept, Low-carb-high-fat-Ernährungsinterventionen)
- Interdisziplinäre Ernährungsberatung
Die Ernährungsambulanz bietet spezifische Beratung bei Fruktose-, Laktose-, Gluten- und Histamin-Unverträglichkeit sowie bei Reizdarm-Symptomatik – ergänzt durch H₂-Atemteste und individuelle Ernährungsempfehlungen, Infomaterial und Anleitungen.
Die Hochschulambulanz für Ernährungsmedizin der Klinik befindet sich im L-Haus, Kellergeschoss. Sie bietet eine umfassende ernährungsmedizinische Beratung, die auf das individuelle Krankheitsbild und die persönliche Situation der Patient:innen zugeschnitten ist. Als Universitätsklinikum der MHB werden moderne Erkenntnisse aus der Forschung kontinuierlich in Diagnostik und Therapie integriert und durch klinische Studien wissenschaftlich begleitet.
Indikationen / Beratungsangebot
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Fruktose, Laktose, Gluten, Histamin u. a.)
- Cholesterin- und Fettstoffwechselstörungen
- Fettleber
- (Chronische) Pankreatitis
- Eosinophile Ösophagitis
- Metabolisches Syndrom
- Übergewicht / Adipositas
- Mangelernährung
- Krebserkrankungen
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarm)
- Gicht, Rheuma, Osteoporose
Leistungsspektrum
- Messung der Körperzusammensetzung mittels Bioimpedanzanalyse (BIA)
- Leberfettbestimmung
- Handkraftmessung
- Ernährungsanamnese
- Individuelle Ernährungsempfehlungen
- Beratung bei besonderen Diäten (z. B. Intervallfasten, ketogene Diät)
- Informationsmaterial und Anleitungen
- Ärztliche Begleitung
- Blutuntersuchungen (Fettsäuren, Fettstoffwechsel, weitere Laborwerte)
- Atemteste (siehe Kapitel 5.2)
- Ernährungsberatung zur optimalen Fettzusammensetzung in der Ernährung, basierend auf Fettsäuremessungen (siehe 5.4 allgemein).
Die endokrinologische Sprechstunde im F-Haus deckt das gesamte Spektrum endokriner Erkrankungen ab. Schwerpunkte sind Erkrankungen der Schilddrüse (Hyper-/Hypothyreose, Autoimmunthyreopathien, Schilddrüsenknoten, Karzinomnachsorge), der Hypophyse (hormonaktive und -inaktive Hypophysenadenome, hypophysäre Insuffizienz, postoperative Nachsorge), der Nebennieren (Inzidentalome, Cushing-Syndrom, primärer Hyperaldosteronismus, Phäochromozytom, Nebenniereninsuffizienz) sowie Störungen des Calcium-, Knochen- und Phosphatstoffwechsels (primärer Hyperparathyreoidismus). Die Behandlung von Nebennieren- und Hypophysenerkrankungen erfolgt im Rahmen einer Ermächtigungssprechstunde. Eng verzahnt mit Diabetologie, Lipidsprechstunde und Adipositas-Sprechstunde.
Diagnostik
- Schilddrüsensonographie (siehe 5.3), Schilddrüsenfunktions- und Antikörper-Diagnostik
- Basale Hormondiagnostik (Hypophyse, Nebenniere, Schilddrüse, Nebenschilddrüse)
- Endokrinologische Funktionsdiagnostik (u.a. Dexamethason-Hemmtest, ACTH-Test, STH-Suppressionstest)
- MRT-Befundung der Hypophyse und Nebennieren
Therapie
- Substitutionstherapien bei Hypothyreose, Hypophyseninsuffizienz, Nebenniereninsuffizienz, Hypoparathyreoidismus (u.a. L-Thyroxin, Hydrocortison, Wachstumshormon, Desmopressin, Sexualsteroide)
- Medikamentöse Therapie bei Hyperthyreose, Prolaktinom, primärem Hyperaldosteronismus, Cushing-Syndrom
- Interdisziplinäre Therapieplanung mit Endokriner Chirurgie, Neurochirurgie und Nuklearmedizin
Ambulante und stationäre Diagnostik und Therapie endokriner Erkrankungen. Stationär auf Station L1 bei akuten Stoffwechselentgleisungen, V. a. sekundäre arterielle Hypertonie, Nebennierenraumforderungen, Hyperthyreose, Hypophysenerkrankungen, Hyponatriämie, Hyperparathyreoidismus.
Die Angebote des Adipositas-Zentrums Neuruppin am ukrb richten sich an Patient:innen mit hochgradiger Adipositas und Adipositas-assoziierten Begleit- und Folgeerkrankungen (u.a. metabolisches Syndrom). Ziel ist die differentialdiagnostische Abklärung und multimodale Behandlung von Übergewicht und Adipositas in enger Verzahnung mit Viszeralchirurgie (bariatrische/metabolische Chirurgie) und Psychosomatik. Internistischer Leiter ist Prof. Dr. U. Elbelt. Im Adipositas-Zentrum erfolgt zunächst eine sorgfältige Differenzialdiagnose der Adipostaserkrankung sowie die Vermittlung ernährungsmedizinischer, bewegungs- und verhaltenstherapeutischer Angebote. Es besteht die Möglichkeit der Einleitung und Überwachung einer medikamentösen Therapie der Adipositas und die Vorbereitung und Durchführung bariatrischer Operationen (in Kooperation mit der Viszeralchirurgie) sowie einer strukturierten lebenslangen Nachsorge. Das Adipositas-Zentrum Neuruppin ist eng mit der integrierten Arbeitsgruppe (IAG) „Adipositas und metabolisches Syndrom in einer alternden Gesellschaft“ der Medizinischen Hochschule Brandenburg verzahnt.
Diagnostik und Erstvorstellung
- Strukturierte Anamnese, Komorbiditätsscreening (Diabetes mellitus, art. Hypertonie, Dyslipidämie, MASLD/MASH, Schlafapnoe, Depression)
- Körperzusammensetzung mittels Bioimpedanzanalyse (BIA), Handkraftmessung, Bauchumfang, BMI-Verlauf
- Laborchemisches Stoffwechselprofil, Mikronährstoffstatus, Hormondiagnostik (DD endokrine Adipositas-Ursachen)
- Leberfettbestimmung (FibroScan/CAP) und Indikationsstellung für hepatologische Mitbetreuung (siehe 5.4.2)
- Monitoring Fettsäurezusammensetzung
Therapie – multimodal
- Medikamentöse Therapie: GLP-1-Rezeptoragonisten (Semaglutid), duale GIP/GLP-1-Agonisten (Tirzepatid), perspektivisch Tri-Agonisten – Indikationsstellung, Aufklärung, Nachverfolgung in der HSA.
- Strukturierte ernährungsmedizinische Beratung in der Ernährungsambulanz (5.4.11)
- Bewegungs- und verhaltensmedizinische Empfehlungen, Anbindung an Reha-Strukturen
- Indikationsstellung zur bariatrischen/metabolischen Chirurgie (Schlauchmagen, Roux-Y-Magenbypass), prä- und postoperative Begleitung, lebenslange Nachsorge inkl. Mikronährstoff-Monitoring
Konservative Therapie
- Strukturierte Ernährungsintervention (auch Intervallfasten als Option)
- Inkretin- und SGLT2-basierte Diabetes-/Adipositastherapie (GLP-1-RA u. a.)
- Metformin im Off-label-use
- Kontrolle der Risikofaktoren (Lipidstoffwechsel, Leberverfettung)
- Einbindung in das Stoffwechselprogramm des ukrb
Chirurgische Therapie – Vor- und Nachsorge
Präoperative endokrinologische Abklärung; strukturierte Nachsorge: 1., 3., 6., 12. Monat, dann 18. und 24. Monat, anschließend jährlich. Routine-Labor 6. und 12. Monat, dann jährlich (u.a. kleines Blutbild, Elektrolyte, Nieren-/Leberwerte, BZ/HbA1c, Vit. B1, B12, Folsäure, Albumin, Kalzium, Eisenstatus, Vit. D3, PTH). Präventive Diagnostik und Therapie möglicher Langzeitkomplikationen: Mikronährstoff-Mängel, postbariatrisches hyperinsulinämes Hypoglykämie-Syndrom, Depression/Suizidalität, sekundärer Hyperparathyreoidismus / Frakturen.
Adipositas-Programm – Kontakt für PatientInnen
Koordination: adipositas@ukrb.de, Tel. 03391 39-3212 oder -3280 (Mo–Fr 8–16 Uhr)
Team
- Fachärztin für Innere Medizin
- Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
- Zusatzbezeichnung Proktologie
- Fachärztin für Innere Medizin
- Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
- Fachärztin für Innere Medizin
- Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie
- Facharzt für Innere Medizin
- Schwerpunktbezeichnung Internistische Onkologie und Hämatologie
- Weiterbildungsbefugnis Internistische Onkologie und Hämatologie (30 Monate)
- Zusatzbezeichnung Palliativmedizin (12 Monate)
- Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie (DGG, ÄK), Gastroenterologie
- Diätassistentin
- Diabetesberaterin DDG
- Ernährungswissenschaftlerin
- Hochschulambulanz Ernährung Mangelernährung, BIA, Ernährungsberatung
- Diabetesberaterin DDG
- Koordiation Diabetes-Programm
- Forschung - Experimentelle Lipidologie
Forschung & Lehre
Forschung:
Neben der Teilnahme an Diagnostik- und Therapiestudien und der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Ultraschallanwendungen in der klinischen Medizin liegt unser wissenschaftliches Interessen insbesondere bei dem Verständnis von Fett und essentiellen Fettsäuren bei Stoffwechselerkrankungen (Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Fettleber, metabolisches Syndrom), entzündlichen Erkrankungen (chronisch entzündliche Darmerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen) und Tumorerkrankungen (Kolorektales Karzinom, Hepatozelluläres Karzinom, Bronchialkarzinom, Prostatakarzinom).
MHB - Experimentelle Lipidologie
In Zusammenarbeit mit grundlagenwissenschaftlichen Kooperationspartnern in Potsdam, Berlin-Buch, Wuppertal, Duisburg und München nutzen wir dabei modernste wissenschaftliche Methoden (Lipidomics/Lipidomik) zur Charakterisierung von Fettsäuren und ihren Stoffwechselprodukten in biologischen Systemen. Mediatoren wie Prostaglandine und Leukotriene erfüllen wichtige Funktionen bei Entzündung, Zellwachstum und anderen biologischen Prozessen. Diese Mediatoren werden in verschiedenen Organen in unterschiedlichen Konzentrationen gebildet, und auch pathophysiologische Prozesse verändern die Lipidmediatorzusammensetzung in Blut und Geweben.
- DFG-Projekte zu experimentellen Untersuchungen (1) der Rolle der 12/15-Lipoxygenase (Alox15) und (2) der löslichen Epoxidhydrolase bei Kolitis.
- Die experimentelle Untersuchung von sogenannten Low-carb high-fat Diäten im Kontext von Kolitis. Diese Intervention ist unmittelbar bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen einsetzbar und Ziel auch zukünftiger Studien.
- Die Messung von entzündlichen und entzündungshemmenden Lipidmediatoren/Eicosanoiden im Blut von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.
- Untersuchungen einer leberschützenden Rolle von omega-3-reichen parenteralen Ernährungslösungen bei Patienten mit Kurzdarmsyndrom.
- Effekte von Statinen und von Aspirin auf Lipidmediatoren/Eicosanoide im menschlichen Darm.
- Die Wirkung der Lipidapherese auf Fettsäuren und Lipidmediatoren.
- Fettsäuren und Lipidmediatoren bei Patienten mit Fettleber/Fettleberhepatitis.
- Eine Untersuchung zu Antitumor-Metaboliten in Sorafenib-behandelten HCC-Patienten.
Ansprechpartnerin:
Dr. Anne Pietzner
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Lehre:
Die Medizinische Klinik B ist eng eingebunden in die internistische Facharztausbildung am Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg. Klinikintern tragen wöchentliche Fortbildungsveranstaltungen für die ärztlichen Mitarbeiter, regelmäßige Fallkonferenzen mit den Bauchchirurgen sowie formalisierte Röntgengesprechungen an vier Tagen in der Woche zur kontinuierlichen Lehre bei. Diese Fortbildungsveranstaltungen stehen auch den Studierenden der Medizinischen Hochschule Brandenburg offen. Die Studierenden werden zudem durch ärztliche Mitarbeiter der Klinik auch in Seminaren, Kursen des Problemorientierten Lernens, und beim Unterricht am Patientenbett im Rahmen des regulären Hochschulunterrichts ausgebildet.
Wichtiges Ziel ist dabei auch die regelmäßige Diskussion und Evaluation von Diagnostik- und Therapiestrategien für die in unserer Klinik und in unseren Sprechstunden behandelten Erkrankungen.
Ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Hochschulausbildung ist zudem die Mitarbeit der Studierenden in wissenschaftlichen Projekten – hier ist die Klinik mit ihren ambulanten Sprechstunden sowohl bei der Ausbildung im Rahmen zeitlich eng begrenzter Wissenschaftspraktika als auch durch die Betreuung von Promotionsprojekten eingebunden.