Psychosomatische Tagesklinik

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Im Überblick

In unserer Tagesklinik untersuchen und behandeln wir Patienten teilstationär im Rahmen einer integrierten Psychosomatik. Wir arbeiten mit einem integrierten psychosomatischen, Therapieschulen übergreifenden Behandlungskonzept der Personalen Medizin. Dabei beziehen wir verschiedene Ebenen des Zugangs und der Interaktion mit unseren Patienten ein. Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern werden sowohl im Hinblick auf ihre körperlichen als auch seelischen Krankheitsaspekte einer möglichst lösungsorientierten biperspektivischen, intensiven Behandlung unterzogen, die ambulant so nicht möglich wäre.

In der Psychosomatik wird großer Wert auf die Erfassung der Lebensgeschichte und des Krankheitsverlaufes gelegt. Zur Sprache kommen dabei die Haltung des Patienten zu seiner Krankheit sowie die familiären, sozialen und individuellen Bedingungen der Krankheitsentstehung und -entwicklung. Die Behandlung erfolgt multiprofessionell und zielt auf die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses der im Rahmen der Erkrankung ins Leben strebenden bedeutsamen persönlichen Thematiken. Dieses Vorgehen dient dem Versuch, gemeinsam eine Lösung der anstehenden Lebensthemen therapeutisch zu erarbeiten und versucht nicht zuletzt eine Stärkung der ganzheitlichen Krankheitsbewältigung durch Ressourcenaktivierung zu erreichen.

Ihre teilstationäre Therapie findet wochentags zwischen 08.00 und 16.00 Uhr statt.

An wen richten wir unser Angebot?

  • Patienten mit Indikation zur teilstationären tagesklinischen psychosomatischen Diagnostik und Beratung und Behandlung, mit dem Ziel, ein psychosomatisches Krankheitsverständnis zu etablieren und die dysfunktionalen Muster und Schemata im Erleben und Verhalten in eine Beziehung zu der Krankheit/Störung, den Symptomen, zum Charakter und zum Lebenslauf verstehbar zu machen und möglichst wieder eine hinreichende Symptom-Regredienz zu erreichen
  • Patienten mit ausreichender Therapiemotivation für Körper- und Psychotherapie
  • Beschwerden und Probleme erfordern keine vollstationäre Behandlung, eine ambulante Therapie ist jedoch nicht ausreichend
  • Längere Trennung vom familiären oder häuslichen Umfeld ist nicht möglich
  • Akzeptanz für das Konzept der aktiven Übungs- und Bewältigungstherapie, das bedeutet auch Akzeptanz von Verzicht auf ausschließlich passive Verfahren (z. B. Massagen)

Vorteile der teilstationären Behandlung:

  • Therapiefortschritte können sogleich im Alltag erprobt werden, vorliegende Schwierigkeiten lassen sich zeitnah in die Therapie einbringen
  • Im Anschluss an die vollstationäre Behandlung auf der Sektion Psychosomatik zur Übergangsbehandlung („step down care“) im Sinne einer Verkürzung lang andauernder stationärer Therapie
  • Zur Anbahnung und Erleichterung der sozialen Reintegration
  • Zur Vermeidung der Nachteile ungünstiger Regressionen bei Nutzung der Vorteile einer intensiven multimodalen Psychotherapie

Nicht behandeln können wir Patienten mit:

  • relevant eingeschränkter Mobilität
  • akuter Suchterkrankung
  • bipolaren Störungen
  • schweren Störungen der Impulskontrolle
  • akuter Eigen- und Fremdgefährdung
  • akuten Psychosen
  • organischen Hirnschädigungen und Demenz

Leitung

Frank Schoeneich

Dr. Frank Schoeneich
Leitung

  • Facharzt für Innere Medizin
  • Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Weiterbildungsermächtigt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (36 Monate)

Kurzkontakt

Telefon

(03391) 39-2710

Fax

(03391) 39-2709

E-Mail

psychosomatik@ukrb.de

Adresse

Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin

Eigenschaften

Mehrbettzimmer

Mehrbettzimmer vorhanden

Besuch

Besuchsmöglichkeit

TV

TV verfügbar

Nichtraucher

Rauchfreie Umgebung

Web & WLan

Internetzugang verfügbar

Barrierefrei

Behindertengerechter Zugang

2-Bett-Zimmer

2-Bett-Zimmer verfügbar

Fahrstuhl

Alles mit Fahrstuhl erreichbar

Telefon

Telefon inklusive

Krankenbett

Einzelzimmer verfügbar

Leistungsangebot

Wir kümmern uns mit Leib und Seele um Patienten mit körperlichen Krankheiten und Beschwerden, bei denen das Seelische eine große Rolle spielt. Wenn das Seelische aus dem Gleichgewicht geraten ist, wenn das Erleben und Verhalten dysfunktionale Muster und Schemata zeigt, dann sind Sie bei uns richtig. Zu unserem Behandlungsspektrum zählen alle funktionellen Störungen, somatoformen Störungen sowie Schmerzstörungen und Essstörungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die seelische Bewältigung lebensbedrohlicher Krankheiten, beispielsweise bei Krebs oder bei Herzinfarkt.

Schwierigkeiten bei der Krankheitsbewältigung
Das Angebot richtet sich an Patienten, die unter Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung (Progressionsangst) bis hin zu Belastungsstörungen und Depressionen leiden, unter anderem bei:

  • Asthma bronchiale
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronische Darm-Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Diabetes mellitus
  • Koronare Herzerkrankung
  • Krebs
  • Migräne und anderen Kopfschmerzen
  • Multiple Sklerose und andere neurologische Erkrankungen
  • Schmerzen der Gelenke (Rheumatoide Arthritis)

Funktionelle, somatoforme und stressbedingte Störungen
Hierbei handelt es sich um Erkrankungen, die sich nicht ausreichend durch medizinische Befunde erklären lassen. Häufig brachten somatisch-medizinische Untersuchungen und Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg, wie z.B. bei:

  • Anpassungsstörungen
  • Bewegungsstörungen
  • Chronisch aktivierte Distress-Syndrome („Burnout“)
  • Fibromyalgie
  • Herzangstneurosen
  • Hyperventilation, Panikstörung
  • Reizdarm, Reizmagen, Reizblase
  • Schlafstörungen
  • Schmerzstörungen
  • Schwindel
  • Tinnitus

Essstörungen

  • Anorexie
  • Bulimie

Persönlichkeitsstörungen

  • Ich-strukturelle Störungen

Posttraumatische Belastungsstörungen

  • Traumafolgestörungen
  • Veränderungen der Persönlichkeit nach Trauma

In der Therapie der von uns behandelten Erkrankungen kommen unterschiedliche Behandlungsverfahren und Methoden zum Einsatz. Diese umfassen neben biomedizinischen Verfahren wie medikamentöse Therapie und physikalische Behandlungen auch:

Gruppentherapie
In Gruppengesprächen und in der literarisch durch einen Therapeuten angeleiteten Bibliotherapie vertiefen Patienten zwischenmenschliche und soziale Erfahrungen und Verhaltensweisen, die es ihnen ermöglichen, im Alltag besser mit ihrer Erkrankung zu leben und umzugehen.

Einzelgespräche
In Einzelgesprächen werden die relevanten innerpsychischen oder sozialen Belastungsfaktoren herausgearbeitet und die vorhandenen Bewältigungsressourcen unterstützt und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Kreativtherapien
In Kunst-, Musik- und Tanztherapie können die Patienten Zugang finden zu nichtsprachlichen Ausdrucksformen.

Körperzentrierte Verfahren
Physio- und Bewegungstherapie, rehabilitative Verfahren, kommunikative Bewegungstherapie, Autogenes Training (AT), Progressive Muskelrelaxation (PM).

Verhaltenstherapeutische Angebote
Training von Fertigkeiten („Übung macht den Meister“), Desensibilisierung von Symptomen, Symptomexposition und Belastungsexposition, Hyperventilationstraining, Ernährungsberatung.

Soziotherapie
Unser Sozialdienst hilft bei eventuell nötigen Anträgen für Rehabilitationen und Rente, bei sozialen Problemen mit Wohnung, Arbeit und Finanzen sowie in sozialen Krisensituationen.

Gartentherapie
Die Beschäftigung in der klinikeigenen Gärtnerei fördert ästhetische, kreative und manuelle Fertigkeiten.

Einzel-Bibliotherapie
Unter Bibliotherapie versteht man den Einsatz von Büchern zu therapeutischen Zwecken. Die Leser können mit Hilfe von Ratgebern ihre Probleme besser akzeptieren und die Ursachen verstehen. Sie können psychologische Strategien erlernen und sich selbst bei der Bewältigung negativer Gefühle, Erlebens- und Verhaltensweisen helfen. Die Ziele der Bibliotherapie bestehen darin, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer positiven kognitiven und emotionalen Veränderung beim Leser erhöht, er Wissen erwirbt, seine Einstellungen modifiziert oder sein Verhalten verändert. Sie soll dem Leser Einsicht in sein Problem vermitteln, Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, ihm Vergleiche mit anderen Menschen ermöglichen und Mut zur Veränderung machen. Auch hier gilt: Je proaktiver sich der Patient an der Lösung seiner psychischen und psychosomatischen Störung beteiligt, desto wahrscheinlicher wird es Fortschritte in der Therapie geben.

Kontakt

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Weitere Zentren

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Unser Wirbelsäulenzentrum ist Ihre zentrale Anlaufstelle bei Rückenschmerzen und Wirbelsäulenerkrankungen.

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